
AMON AMARTH, DIMMU BORGIR, IN EXTREMO, IN FLAMES, MACHINE HEAD, NAPALM DEATH, PARADISE LOST, SICK OF IT ALL, SIX FEET UNDER, SUICIDE SILENCE, und natürlich VOLBEAT – um nur einige zu nennen, sicherlich habe ich gute Bands vergessen – würde ich mir doch schon gerne bei einem gepflegten Bier und ner Bratwurst anschauen. Gibt es auf dem W:O:A überhaupt Bratwurst? Egal. Ich habe mit dem WACKEN OPEN AIR immer nur gute Erfahrungen gemacht, auch wenn – ich muss es zugeben – mir das letzte Festival schon fast zu anstrengend war. Das lag nicht unbedingt an der Sauferei oder der nächtlichen Portion Bratnudeln sondern viel mehr an dem Kommerz der irgendwie allgegenwärtig war. Ich hatte das Gefühl, dass viele Menschen einfach nur wegen der Party in den kleinen Ort gekommen sind. Oder selbst auf die Party schissen und sich einfach nur daneben benehmen wollten.
Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich habe nichts gegen Proleten. Bin selber einer, aber wenn Menschen einfach nur auffallen, weil sie auffallen möchten geht mir das doch auf den Sack. Männer die ihren zu klein geratenen Pimmel vorbeigehenden Frauen präsentieren müssen. Frauen die sich im Schlamm suhlen, nur um die Gunst der Kameras zu erhaschen. Dabei frage ich mich dann oft nach dem Warum und kann den Sinn einfach nicht verstehen. Wollten wir nicht über etwas Schönes sprechen?
Wacken. Die Sonne. Der Sommer. Freunde. Fleisch. Bier. Ich könnte jeden Moment anfangen zu heulen, wenn ich nur darüber nachdenke. Es ist schön. Es ist schön. Es ist einfach immer wieder schön. Diese Momente im Biergarten, die Augenblicke vor der Bühne. Der Bass. Die Gitarren. Die Stimmen. Die Stimmung. Ein Konzert in dunkler Nacht. Tiefe Stimmen im strömenden Regen. Ein wenig Schlaf, ein guter Morgen. Dosenbier und lachende Gesichter. Freiheit wie sie Freiheit ist.
Wie gesagt, 202 Tage (eigentlich 200 Tage) bist zum Start. Meine Freunde werden sich treffen, die Autos bepacken. Losfahren. Rasten. Rauchen, lachen, Erinnerungen teilen. Alle tragen schwarz. Und je mehr ich darüber nachdenke, muss ich sagen, dass mir etwas fehlen würde, wäre ich nicht dabei. Sämtliche Medien müsste ich meiden, das Land verlassen, Urlaub nehmen.
Flunky Ball, neue Menschen, alte Bekanntschaften. Tausend Worte können nicht das Gefühl beschreiben, wenn man das Festival-Gelände betritt. Die Pimmel der Spacken in den Hintergrund verdrängt, die Aasgeilen Kameras der Peinlichkeitjäger vergessen. Auf dem Rasen sitzen, Döner essen, Arbeiter trinken. Oh Mann. Ich darf nicht darüber nachdenken. Wir werden sehen was die nächsten Wochen bringt. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns. In Wacken. 2012. Rain or shine.
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Foto: 3Base Dirk Jacobs



Ich lese immer gern was du schreibst denn du schreibst echt gut
war letztes jahr dabei und bin 2012 wieder mit von der Partie
Ich liebe Artikel über das Wacken und dann auch noch solch ein Herzzereißender wie dieser hier, das erinnert mich leider daran, dass ich höchstwahrscheinlich dieses Jahr auch nicht dabei sein kann, aus Ausbildungsgründen…
Da kommen einem bei jeder Erinnerung schon fast die Freudentränen.
Hell yeah!!!!!! Wenn ich in meinen Erinnerungen wühle glaub ich
dat es da Wurst gab. Ganz links auf dem Infield. Ich hoffe dat klappt
dat du mit kommst!
Ich will so gerne mal zu Wacken <3 Aber mein Freund hat da leider recht, wenn er sagt, dass ich zu verwöhnt für soetwas bin.. Zelten geht gar nicht für mich. Wenn dann Hotel. Ich trinke kein Alkohol, die anderen aber viel. Weshalb ich schon einmal den "betrunkenen-humor", welche viele nach paar Bierchen haben, nur bedingt verstehe bzw gut heiße. Außerdem ist zuviel los und ich bin doch so anfällig für Kreislaufprobleme… hach.. irgendwann… (Wahrscheinlich aber dann doch nur 1 Tag…)