
Samstag. Am Nachmittag. Der Regen hatte sich beruhigt, und nur der Wind pfiff über den Altenoyther Esch. Ich war mit Andor spazieren und habe es endlich einmal gebacken bekommen, meine Spiegelreflexkamera einzupacken. Wurde auch langsam Zeit, dass ich Euch mal ein paar Aufnahmen unseres Hundes präsentiere, wie er sich in freier Wildbahn verhält.
Vielleicht aber vorab noch ein paar Infos zu Andor. Andor ist ein Weimaraner. Ein Jagdhund. Und das merkt man mit ihm im Gelände. Er ist ständig am suchen, schnuppern, aufspüren. Wenn er mal etwas entdeckt hat, zeigt er es an und wenn man Pech hat, flitzt er hinterher. Aber ein lauter Pfiff, vielleicht zwei und Andor sitzt wieder bei Fuß. Das ist übrigens eine echt geile Sache.

Als Familienhund kann ich mir keinen besseren vorstellen. Wenn er genügend Auslauf bekommen hat, und das bekommt er jeden Tag, legt er sich in sein Körbchen, meistens in das am Kamin und man bemerkt ihn nicht mehr. Erst wenn er kacken muss, meldet er sich. Sanft legt er dann seine Pfoten aufs Bein, während man dösend auf dem Sofa liegt. Reagiert man nicht, stupst er einen mit der Nase an. Bekommt man dann immer noch nicht seinen Arsch hoch, wird er lauter. Spätestens dann steht man auf.
Andor kennt sein Revier. Und er beschützt es. Klingelt jemand an unserer Tür oder fährt auch nur auf den Hof und klappert zu laut mit der Tür, schlägt er an. Wie ein Wilder rennt er zum Eingang und bellt wie bekloppt. Nachdem wir den Besuch begrüßt haben und Andor schnuppern durfte, ist dann auch jeder willkommen.

Weimaranern wird eine gewisse Mannschärfe nachgesagt, die ich bei Andor auch bereits beobachten durfte. Im Dunkeln lässt man ihn besser in Ruhe, und auf mich zuzurennen ist eine ganz dumme Idee. Außerdem weiß ich nicht, was passieren würde, käme jemand auf die Idee, sich nachts gewaltsam in sein Revier zu wagen. Riskieren würde ich es nicht. Das sei an dieser Stelle mal erwähnt. Andor mag keine Hektik, kein nervöses Zucken und übertriebene Bewegungen. Wenn man das berücksichtigt und ihn bei Zeiten einfach in Ruhe lässt, ist er superlieb. Jeder kann mit ihm spielen, er lässt vieles mit sich machen und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass er nicht ohne extreme Vorwarnung zubeißen würde. Man muss ihn schon ziemlich reizen. Erfahrungswerte.
Ich will hier niemanden Angst machen. Weimaraner sind supertolle Hunde, die allerdings eine konsequente Erziehung benötigen. Außerdem sind sie friedlich, lieb und ziemlich ruhig. Abgesehen von den oben erwähnten Dingen. Aber egal. Soviel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Hier nun die versprochen Fotos unseres Samstagsnachmittag-Spaziergangs.











Die Ohren im Wind
Was natürlich richtig Spaß gemacht hat, war die anschließende Reinigungsprozedur. Kann man sich vorstellen. Oder? Ich denke, ich brauch gleich auch erst einmal eine Dusche, während Andor – mal wieder – vorm Kamin liegt und pennt.
Die obligatorischen Jagdhundfotos




wenn ein hund dreckig nach hause kommt hatte er einen supertollen tag!
TOLLE FOTOS!!!
))
man sieht das er sich schon super bei euch eingelebt hat und das freut mich übermassen!!!
dann können wir euch ja bald mal besuchen kommen und darauf freue ich mich schon sehr!!!
glg
Tanja
Deiner geht freiwillig ins Wasser? Bewundernswert! Meine gehen nur in dreckige Pfützen um besser draus trinken zu können!